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24.04/17:35 |
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| DE0005810055 |
581005 |
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Deutsche Börse erwartet Wertminderungen bei ISE, bestätigt Kostenprognose 10.12.2010
aktiencheck.de
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) gab am Freitag bekannt, dass sie für das Geschäftsjahr 2010 einen nicht zahlungswirksamen Wertminderungsaufwand auf immaterielle Vermögenswerte in einer Größenordnung von 450 Mio. Euro im Zusammenhang mit der International Securities Exchange (ISE) erwartet.
Der Wertminderungsaufwand wird teilweise durch eine Minderung der latenten Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit ISE ausgeglichen. Insgesamt geht die Deutsche Börse davon aus, dass die Wertminderung mit einer Größenordnung von 220 Mio. Euro ergebnisreduzierend auf den IFRS Konzern-Jahresüberschuss in 2010 wirkt. Die Zahlen stehen unter dem Vorbehalt der Aufstellung und Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses 2010. Die Wertminderung beeinflusst nicht die für das Kreditprofil wichtigen Kennzahlen wie zum Beispiel den Zinsdeckungsgrad oder das Net Tangible Equity. Die ISE arbeitet operativ weiterhin profitabel.
Darüber hinaus plant die Deutsche Börse ihre Anteile an der Clearstream International S.A. (49 Prozent), die sie im Rahmen der Implementierung der Clearstream Zwischenholdingstruktur im Jahr 2009 noch nicht in die Clearstream Holding AG eingebracht hatte, bis zum Jahresende zum steuerlichen Buchwert in die Clearstream Holding AG einzubringen. Die Einbringung hat keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis nach IFRS. Auf Ebene des HGB Einzelabschlusses entsteht ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von rund 440 Mio. Euro. Die Maßnahme hat keinerlei Auswirkungen auf die starke Finanzposition des Clearstream Teilkonzerns oder das integrierte Geschäftsmodell der Deutschen Börse.
Der Börsenbetreiber hat in den ersten neun Monaten 2010 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 675,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Deutsche Börse rechnet auch für das vierte Quartal mit einem deutlich positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, da die Wertminderung im Zusammenhang mit ISE nicht zahlungswirksam ist. Die starke Liquiditätssituation unterstreicht die Fähigkeit der Deutschen Börse, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 2,10 Euro zu zahlen. Der Aufsichtsrat der Deutschen Börse berät über den Vorschlag zur Dividende für das Geschäftsjahr 2010 mit Vorlage der vorläufigen Zahlen im Februar 2011.
Für 2010 bestätigt das Unternehmen die deutliche Unterschreitung der Kostenprognose. Mit operativen Kosten in Höhe von rund 935 Mio. Euro und volumenabhängigen Kosten von rund 215 Mio. Euro ergibt sich eine Gesamtkostenprognose in Höhe von rund 1,15 Mrd. Euro für das laufende Geschäftsjahr vor Kosten für Effizienzprogramme und der Wertminderung bei ISE. Für 2011 rechnet die Gesellschaft bei den operativen Kosten mit einer weiteren Verbesserung der Effizienz im Umfang von rund 60 Mio. Euro. Demgegenüber stehen eine erwartete Kostensteigerung durch Inflation in Höhe von rund 20 Mio. Euro und eine weitere Erhöhung der Ausgaben für organische Wachstumsinitiativen und Infrastruktur um rund 1/3 (30 Mio. Euro) auf etwa 120 Mio. Euro. Bei den volumenabhängigen Kosten, die maßgeblich von Clearstream beeinflusst werden, rechnet das Unternehmen mit einem Anstieg auf rund 235 bis 255 Mio. Euro, insbesondere aufgrund des erwarteten Wachstums bei Clearstream. Damit ergibt sich für 2011 in Summe eine Gesamtkostenprognose von rund 1,16 bis 1,18 Mrd. Euro vor Kosten für Effizienzprogramme in Höhe von rund 30 Mio. Euro.
Die Aktie der Deutschen Börse notiert derzeit in Frankfurt bei 49,86 Euro (+1,11 Prozent). (10.12.2010/ac/n/d)
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